Schutzbrillen

Schutzbrillen

Was müssen Sie bei der Auswahl einer Schutzbrille als persönliche Schutzausrüstung beachten und wer kommt für die Kosten auf?
Hier ist alles wichtige kurz und knackig zusammengefasst.

In unserem Onlineshop finden Sie eine kleine Auswahl an Schutzbrillen. 
Für mehr Auswahl scheuen Sie sich nicht einen Termin bei uns vor Ort zu vereinbaren.

Bei welchen Tätigkeiten und Berufen sollten Schutzbrillen getragen werden?

Bei bestimmten Arbeiten sind Schutzbrillen entweder Pflicht oder es gibt eine Empfehlung, wie etwa beim Funkenflug beim Schweißen, Holzsplitter beim Sägen oder Dämpfe beim Umgang mit chemischen Substanzen. Im Arbeitsumfeld können so Arbeitsunfälle vermieden werden.

Typische Arbeitsorte mit Schutzbrillenpflicht sind beispielsweise Labore, Baustellen und Zahnarztpraxen. Die Arbeitgeber sind gesetzlich dazu verpflichtet, ihren Angestellten die entsprechende Ausrüstung zur Verfügung zu stellen. Die Notwendigkeit einer Brille regelt das Arbeitsschutzgesetz. Die Entscheidung darüber, ob das Tragen einer Schutzbrille notwendig ist, trifft der Arbeitgeber auf Grundlage einer innerbetrieblichen Gefährdungsbeurteilung sowie berufsgenossenschaftlichen Vereinbarungen. Darüber hinaus hat jeder Beschäftigte die Möglichkeit, seinem Arbeitgeber Vorschläge für einen besseren Gesundheitsschutz zu unterbreiten.

 

Überblick:

Arbeitsschutzbrillen bewahren die Augen vor mechanischen, chemischen, optischen, thermischen und biologischen Gefahren. In einigen Berufen ist das Tragen einer Schutzbrille gesetzlich vorgeschrieben. Eine Arbeitsschutzbrille muss an die Anforderungen des jeweiligen Arbeitsortes angepasst sein.

Was gilt beim Kauf einer Schutzbrille zu beachten? 

Die Arbeitsschutzbrille muss passgenau sitzen und sachgemäß getragen werden.  Schutzbrillen sind genormt. Zugelassen sind ausschließlich Arbeitsschutzbrillen, deren Gläser, Gestelle und sonstige Bestandteile der DIN EN 166 entsprechen. Eine Anpassung der Brille an die individuelle Gesichtsform ist unerlässlich. Denn nur wenn die Schutzbrille perfekt sitzt, bleibt das Gesichtsfeld frei und alle Tätigkeiten sind weiterhin problemlos ausführbar.  Der Arbeitgeber ist dazu verpflichtet, Sie in der Handhabung der Schutzbrille zu unterweisen. Umgekehrt liegt es in eurer Verantwortung, diese gemäß den Bestimmung zu tragen. Beschäftigte sind außerdem dazu angehalten, die Schutzausrüstung regelmäßig auf Mängel zu untersuchen und defekte Brillen dem Arbeitgeber zu melden. 

Welche verschiedenen Schutzbrillen gibt es?

Die Beurteilung, ob eine Schutzbrille benötigt wird, wird anhand einer betrieblichen Gefährdungsbeurteilung sowie gesetzlichen Vorschriften getroffen. Angestellte können sich zusätzlich von Augenärzten, Fachangestellten für Arbeitssicherheit bzw. Sicherheitsfachkräften oder dem zuständigen Betriebsarzt beraten lassen. Natürlich erfordern die verschiedenen Berufe und Tätigkeitsbereiche auch unterschiedlichen Schutzmaßnahmen. Ob als Schutz vor Laserstrahlen, Schweißfunken oder Holzspänen: Es gibt zahlreiche spezielle Schutzbrillen, die sich hinsichtlich Ausstattung und Handhabung zum Teil deutlich voneinander unterscheiden.


Gestellbrillen haben Ohrenbügel oder lassen sich an einem Schutzhelm befestigen. Sie sind mit großen Brillengläsern ausgestattet und der Schutzfaktor lässt sich durch einen Seitenschutz noch erhöhen. 

Korbbrillen bestehen aus einer maskenartigen, schalenförmigen Glasfront, die die Augenpartie weiträumig umschließt. Die Ränder sind mit elastischen Dichtungen versehen, sodass sich die Schutzbrille bequem ans Gesicht schmiegt. 

Schutzschilde bedecken das Gesicht komplett, meistens auch einen Teil des Halses. In der Regel setzt man den Schild nicht auf, sondern hält ihn mit der Hand vors Gesicht. 
Visiere sind mit einer Traghilfe für den Kopf sowie einer großflächigen Sicherheitsscheibe ausgestattet. Damit sie zusätzlich den Oberkörper schützen können, lassen sie sich zum Beispiel um eine Schutzschürze ergänzen.  Ganz wichtig!

Die Sichtscheiben einer Schutzbrille müssen die Belastungen wie aufprallende Gegenstände oder dem Kontakt mit ätzenden Substanzen standhalten. Bei optischen Einwirkungen sind getönte und mit Spezialfilter ausgestattete Gläser unerlässlich, sodass sie sehr helles Licht, UV- oder Laserstrahlen nicht (ungefiltert) durchlassen. Zugleich ist es in jedem Tätigkeitsbereich unabdingbar, dass die Schutzbrille optimale Sicht über einen langen Zeitraum gewährt. Verschiedene Glasveredelungen wie Entspiegelung, Anti-Fog-Schutz oder staubabweisende Beschichtungen verhindern, dass Lichtstrahlen blenden, die Brille beschlägt oder sich absetzender Staub die Sicht behindert.  


Können Schutzbrillen individuell mit der Sehstärke angepasst werden?

Ja, eine Arbeitsschutzbrille kann mit der eignen Sehstärke angepasst werden. Hier sind verschiedene Varianten möglich. Bei Gestellbrillen und anderen Modellen können Optiker korrigierte Schutzgläser einsetzen. Eine weitere Möglichkeit ist das Tragen einen Überbrille. Denn unter Korbbrillen oder hochklappbaren Visieren passt eine gewöhnliche Sehhilfe. Außerdem gibt es noch Vorstecker, die aus speziellen Schutzscheiben bestehen und direkt an die eigene Brille mit Sehstärke befestigt werden können.

 Wer übernimmt die Kosten für Schutzbrillen? 

Bei einer Schutzbrillenpflicht ist der Arbeitgeber verpflichtet, die Kosten dafür zu übernehmen. Dies betrifft allerdings nur die Art von Schutzbrille, deren Bedarf im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung ermittelt wurde.  Benötigt ein Beschäftigter neben der Arbeitsschutzbrille noch korrigierende Gläser, ist der Arbeitgeber lediglich dazu verpflichtet, die Kosten für die Elemente mit Schutzfunktion zu übernehmen.